Doppelerfahrung: Wer bin ich – als Therapeut:in mit Psychiatrie-Erfahrung
Wann: Di, 16.06.2026, 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Wo: Digital, Lecture2Go
Als Psychotherapeut:in lerne ich Abstinenz, soll möglichst wenig von mir preisgeben. Genesungs-Begleiter:innen vermitteln Hoffnung und Selbstwirksamkeit, weil ihre Krisenerfahrung transparent ist. Gibt es neben gesunder Distanz auch "gesunde Nähe"? Niemand will eine Konkurrenz der Not oder einen Wettbewerb um den letzten Platz. Aber könnte mehr Krisenfreundlichkeit nicht auch Stress reduzieren – für alle Beteiligten? Könnten wir so indirekt der immer schnelleren Pathologisierung menschlichen Leidens entgegenwirken?
Dr. Astrid Freisen, Fachärztin für Psychiatrie, Autorin, Mitbegründerin der AG Psychiatrieerfahrene Profis / Prof. Dr. Sebastian von Peter, Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane
Öffentliche Vorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Grenzerfahrungen junger Menschen mit gesellschaftlicher Dimension:
Wer bin ich? Und wenn ja wie? (Teil 2)
Online-Vorlesungs-Dialoge auf lecture2go.uni-hamburg.de („Bock auf Dialog?“)
Wer bin ich, und wie kann ich so werden? - Eine Frage, die uns ein Leben lang begleitet, aber vor allem in frühen Jahren drängt. Im Sommersemester soll die Wer-bin-ich-Reihe weitergehen. Nach den Herausforderungen, ohne Wohnung (Strassenkids), ohne Heimat (unbegleitete Flüchtlinge) und ohne Sprache (bei der Rückkehr aus der Psychiatrie in die Schule) zu sein, geht es im SommerSemester 2026 um neue Themen, die uns persönlich und gesellschaftlich herausfordern – in der Vielfalt zu lieben, in der Versuchung Trauer zu vermeiden, in der Balance von Nahrung und Körpergefühl.
Die Vorträge werden als Lecture2Go-Aufzeichnung angeboten.
(Der direkte Link zu Lecture2Go wird zum Veranstaltungstag hinzugefügt, sobald die Aufnahmen online zur Verfügung stehen)
Koordination
Prof. Dr. Thomas Bock, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf