Krieg macht… Mythos

Foto: Ruzana Liburkina
Wann: Mi, 06.05.2026, 16:15 Uhr bis 17:45 Uhr
Wo: Universität Hamburg, Hauptgebäude, Flügel West, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg, Raum 221
Thorben Frieling, M.A., Institut für Klassische Archäologie, Universität Hamburg
Öffentliche Vorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Was macht Krieg?
Kaum etwas ist so vernichtend wie Krieg: Menschen werden getötet und vertrieben, kulturelle Formationen zerstört. Gleichzeitig werden kulturelle Identitätsbildung, kollektive Erinnerungen ebenso wie Musik, Kunst, Architektur, Literatur, Technologie und Wissenschaft maßgeblich durch tatsächliche und drohende Kriege geprägt. Als extreme Form organisierter Gewalt sind Kriege schließlich selbst komplexe kulturelle Phänomene, die fassungslos machen, Faszination ausüben und fundamentale Fragen aufwerfen. Die schonungslos destruktive und die generative Dimension militärischer Konflikte sowie ihr rätselhafter Status als immer wiederkehrende eklatante Normabweichung soll im akademischen Jahr 2025/26 in den Fokus der Arbeit am Fachbereich für Kulturwissenschaften rücken.
Was macht Krieg? Jenseits politologischer und geostrategischer Analysen fragen wir aus den am Fachbereich vertretenen disziplinären Perspektiven: Wie kommen Kriege zustande? Was resultiert aus Kriegen? Woran machen wir Krieg fest, was ist spezifisch daran und inwiefern unterscheidet er sich von anderen Formen kollektiver Gewalt? Wie beeinflussen Repräsentationen von Krieg unser Denken und Handeln?
mittwochs 16:15 – 17:45 Uhr, Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1,
Achtung Raumwechsel: Flügel Ost, Raum 221
Koordination: Prof. Dr. J. Otto Habeck, Institut für Ethnologie / Prof. Dr. Ruzana Liburkina, Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Universität Hamburg